Archiv für die Kategorie ‘Geschichte’

Die Geschichte der Region Steiermark

Freitag, 21. September 2007

Die österreichische Region Steiermark, auch das "Grüne Herz Österreichs" genannt, war schon während der Vorgeschichte unter der Herrschaft der Römer und Slawen. Sie wurde von Wandervölkern wie den Hunnen, Westgoten, Ostgoten oder Awaren durchzogen. Nach der Christianisierung wurde die Region vom Einfluss bayerischer Kolonisten geprägt und galt vorerst als selbständige Markgrafschaft und schließlich als Herzogtum. 1186 wurde die Steiermark durch die Georgenberger Handfeste mit Österreich vereinigt, konnte aber dennoch die Hauptstadt Graz und einen gewissen Grad an Selbstständigkeit beibehalten. Die Region war wegen ihrer politisch günstigen Lage zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert Mittelpunkt militärischer und politischer Interessenkonflikte. Eine Tatsache, die von zahlreichen Burgen und befestigten Anlagen bezeugt wird.
Der industrielle und wirtschaftliche Aufstieg der Steiermark begann vor allem nach den napoleonischen Freiheitskriegen unter dem Wahlsteirer Erzherzog Johann. Auch in den Bereichen Wissenschaft, Kultur und Kunst wurden wichtige Fortschritte gemacht.
Im 20. Jahrhundert bis ca. 1955 befand sich die Region für kurze Zeit unter sowjetischer Besatzung und kam dann zur britischen Besatzungszone.
Nach dem zweiten Weltkrieg war man im ganzen Gebiet hauptsächlich mit enormen Wiederaufbauaktionen beschäftigt.
Das einst sehr produktive Industriegebiet der Obersteiermark verliert nun immer mehr an Bedeutung, während die Oststeiermark seit den 70er-Jahren einen Aufschwung erlebt.

Steiermark, Geschichte

Donnerstag, 05. April 2007

Das heutige Gebiet der Steiermark blickt auf eine fast 12.000 Jahre alte Geschichte zurück. Schon in der Altsteinzeit gab es hier Leben, wie es durch die geologischen Funde der Drachenhöhle und im Lieglloch bezeugt wird. Zwischen 400 und 15 v.Chr. wanderten die Kelten auf dem heutigen Gebiet der Steiermark ein und dieses wurde Teil des Königreiches Noricum. 15 v.Chr. wurde Noricum in das Römische Reich eingegliedert und bis zum 1 Jh. n. Chr folgte dann eine Romanisierung. Zwischen dem 2. und 4. Jahrhundert gehörte die Steiermark zum Binnennoricum. Ende 4. Jh- 6. Jh kam es zu zahlreichen Germanendurchzügen die zur Zerstörung und kulturellem und wirtschaftlichem Zerfall führten. Nach der Zeit der Völkerwanderung begann mit dem 8. Jh. die bayrische Besiedlung. Zwischen 1035 -1050 übernahmen die Wels-Lambacher die Markgrafschaft. Zwischen 1790 – 1811 kam es zu einer französischen Besetzung, 1805 wurde die Steiermark besetzt und es kam zu einer wirtschaftlichen Schieflage. Diese herrschte bis 1820, bis der Erzherzog Johann sich für die Modernisierung der Landwirtschaft einsetzte und die Steiermark einen Aufschwung erlebte. Nach Ende des Ersten Weltkrieges kam ein Teil der Steiermark zu Jugoslawien und ein anderer Teil zu Slowenien. Erst am ende des Zweiten Weltkrieges wurden diese Regionen wieder der Steiermark angegliedert.